Infopoint und Open-Idea-Space


Am Infopoint erhaltet ihr Auskunft und Hilfe während des
gesamten Festivals, der Open-Idea-Space lädt zum
Chillen, Austauschen und Vernetzen ein. Wenn euch
Themen interessieren, ihr Projekte plant und Anschluss
sucht, stehen euch Leute der Kulturwache Jena e.V. als
Ansprechpartner*innen zur Verfügung.

http://www.kulturwache-jena.de/

 

Podiumsdiskussion “Mapping the city!”


Die Stadt zu kartographieren kann Vieles bedeuten: Zeichen setzen, Spuren lesen, Stadt gestalten.
Wodurch werden städtische Strukturen bestimmt? Wer ist im öffentlichen Raum auf welche Weise sichtbar
und wer bleibt unsichtbar? Wie gewinnen Orte an Bedeutung und womit sind solche Bedeutungen verbun-
den? In unserer Eröffnungsdiskussion beleuchten wir das Festivalmotto von verschiedenen Seiten.
Wissenschaftliche Theorien verbinden sich mit alltäglichen Erfahrungen der Podiumsgäste und des
Publikums: Hohe Mieten, Ausgrenzung und Beteiligung, Soziokultur und Stadtentwicklung sind hier nur
einige Themen.

 

“Recolonize Cologne” (Film), 2005, Regie: Sun-ju Choi, Deutsch mit englischen UT


Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale Pässe? Der dokumentarische
Film von KANAK TV verlinkt spielerisch die deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun mit dem Kampf um
globale Bewegungsfreiheit.

http://www.kanak-tv.de/volume_2.shtml

 

Gegenwärtige und vergangene Geschichtspolitik – Kritische Stadtführung


Wie geht eine Stadtgesellschaft mit ihrer eigenen Geschichte um? Die Spuren welcher Ereignisse werden
bewahrt, hervorgehoben oder freigelegt, welche hingegen überdeckt oder zum Verschwinden gebracht?
Wer gestaltet städtische Geschichtspolitik und welche Möglichkeiten gibt es, selbst aktiv zu werden?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir anhand konkreter Beispiele aus der Jenaer Stadtlandschaft
nachgehen und sie gemeinsam diskutieren. 

 

Wem gehört die Stadt? – Ein kritischer Stadtrundgang in zwei Teilen


Jena gilt als das “München des Ostens”: attraktiver Wirtschaftsstandort, studentische Schwarmstadt und
insgesamt ein beliebter Zuzugsort. Das Image der City glänzt. Schauen wir etwas genauer hin, bröckelt der
Putz: Die Wohnungsnotfrage wird mit teuren Neubauten beantwortet und hohe Mieten werden für
Menschen zum Armutsrisiko. Den meisten Geflüchteten wird mit der Unterbringung in Sammelunterkünften
das Recht auf eigene Wohnung abgesprochen. In einem kritischen Stadtrundgang stellen wir die Frage
„Wem gehört die Stadt?“ öffentlich und gemeinsam mit euch. Der Spaziergang kann in zwei Teilen,
unabhängig voneinander, im besten Fall aber aufeinander folgend, besucht werden.
Teil I: Mieten, Wohnen, Bauen – Was für eine Stadt/ -Entwicklung/ -Politik wollen wir?
Teil II: Aneignen, Besetzen, Selbstverwalten – Wie können wir Stadt selber machen?

 

Feministische Wissenschaftskritik


Wissenschaft findet gerade dort statt, wo die dort Tätigen nicht ausgetretenen Wegen folgen, sondern
neue Sichtweisen erproben. Entsprechend ist es nur logisch, dass an Stammtischen einige der wissen-
schaftlich diskutierten Fragen erst beim zweiten Hören einleuchten. So war in der Biologie lange ein
Verständnis vorherrschend, ein Substrat – Chromosomen und Gene – zu überhöhen. Es wurden allein für
männliche Geschlechtsentwicklung aktive Entwicklungsschritte angenommen, weibliche Entwicklung sollte
hingegen einfach so – ohne aktive Entwicklungsschritte – stattfinden. Feministische Wissenschaftskritik
deckte und deckt solche Voreingenommenheiten auf und regt zu einem offeneren Denken an.

http://dasendedessex.de/

 

Wenn Soziokultur eine "Farbe" hätte... Kritische Reflexion zu rassistischen Ausschlüssen in Soziokultur und Studentischer Kultur


In der Kulturszene Jenas außerhalb und innerhalb der universitären Strukturen scheint eine Unterscheidung
zwischen Kultur und “internationaler” Kultur zu bestehen. Dabei ist die freie, wie auch politische Kulturszene
vorrangig von weißen Deutschen geprägt während “internationale Studierende” und nicht-weiße Menschen
sich in “ihren” Communities (Gemeinschaften) über traditionelle Tänze und exotisches Essen austauschen
können. Ernsthaft? Es ist Zeit, über Diversity (Vielfalt) in den eigenen Reihen zu sprechen! Diese Veranstal-
tung richtet sich an Menschen, die kulturell und politisch aktiv sind und an diejenigen, die sich aufgrund von
Herkunft, Identität und rassistischen Zuschreibungen aus diesen Szenen ausgeschlossen fühlen.

 

Postkoloniale Stadtführung


Knapp 100 Jahre ist es her, dass Deutschland die kolonisierten afrikanischen Gebiete abgeben musste.
Gibt es also heute noch koloniale Spuren im öffentlichen Raum? Wir wollen gemeinsam auf Spurensuche
gehen und über ihre Bedeutung für die Gegenwart sprechen.

 

Wann gehst du zurück? Diskriminierungs- und Ausschlusserfahrungen im Alltag Internationaler Studierender


Als internationale Studierende haben wir es hier nicht leicht, Sprachbarrieren einerseits, bürokratische
Hürden andererseits. Hinzu kommen Fragen wie “Wann gehst du zurück?” oder Erklärungen davon, wie
Dinge “hier zu Lande” zu funktionieren hätten, sodass wir uns hier wie böse Eindringlinge vorkommen.
Komm vorbei, lass uns über Diskriminierungserfahrungen sprechen und Ideen austauschen, wie wir als
“Internationale Studierende” Gehör finden können!

 

Urban Screens und Virtuelle Stadt


Electronic Billboards, Urban Screens, Medienfassaden und andere monumentale Displayarchitekturen sind
aus dem modernen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur zu einem Wahrzeichen des
digitalen Urbanismus geworden, sondern verkörpern auch die Mediatisierung der Stadt und der Architek-
tur. Der Vortrag möchte diese Phänomene untersuchen und fragt nach neuen Konzepten von Stadt und
Architektur durch die digitalen Oberflächen.

http://www.claudiatittel.de/

 

Basisworkshop Veranstaltungsorganisation


Workshops, Lesungen, Konzerte oder gar ein Festival organisieren? Konzepte erstellen, Leute finden,
Förderanträge stellen, Logistik organisieren. Nicht ganz ohne, aber auch nicht schwer. Die langjährige
Kulturreferentin und Sofatage-Queen bringt euch die Basics der Veranstaltungsorganisation näher. Nach
dem Motto: Keine Angst vor großen Taten!


Barrieren und Inklusion in der linken Subkultur


Hier gibt es einen Überblick, wie das gesamtgesellschaftliche Verhältnis zu Diversität (Vielfalt) ist.
Workshop-Leiter Leon berichtet dabei von persönlichen Erfahrungen. Mal lustig, mal ernst, mal traurig,
diskutieren wir anhand dieser Erfahrungen, wie man einen angenehmen, gleichberechtigten und solidar-
ischen Umgang mit und ohne Behinderung schafft.

https://www.facebook.com/pages/Solikampagne-Linke-Barrierefreier%C3%A4ume-erk%C3%A4mpfen/1428416660777958?fref=ts

 

Wirtschaft Hacken


Ein Unternehmen und Konsensdemokratie mit 1680 Kollektivmitgliedern? Wachstumsbegrenzung? Ohne
Werbung? Ohne Gewinnabsicht? Zusammenarbeit statt Konkurrenz? Kann das funktionieren? Ja, sagt
Premium Cola und möchte davon erzählen.

http://www.premium-cola.de/

 

Sexismus in der Musikkultur und emanzipatorische Strategien


Feministisch feiern: Was heißt das für die Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung? Anna vom
Berliner Label Springstoff berichtet von ihrer Arbeit und stellt verschiedene Erfolge und Misserfolge vor, um
sie mit euch zu diskutieren. Es geht um Best-Practice-Modelle für ein angenehmes Miteinander-Feiern und
ausgelassene, aber rücksichtsvolle Konzerterlebnisse.

https://www.springstoff.de/

 

Hausbesetzungen als widerständige Praxis kultureller Raumaneignung und politische Aktionsform


Sind Hausbesetzungen “sowas von Achtziger” oder hochaktuell? Warum ist es immer schwieriger sich
mittels direkter Aktionsformen Räume anzueignen? Ist die Praxis der Raumaneignung und darüber hinaus
die Schaffung von emanzipatorischen und antikapitalistischen Orten überhaupt eine sinnvolle Strategie?
Oder wird damit nicht zu viel Energie verschwendet, die es besser in konkrete politische Arbeit zu stecken
gälte? Diesen und anderen Fragen wollen wir auch mit Blick auf die Besetzungsaktionen in den Jahren
2013 und 2014 in Jena nachgehen und darüber ins Gespräch kommen.

http://wolja.noblogs.org/

 

 

Frauen*namen an Jenas Straßen


Straßennamen sind Teil der Erinnerung und des Gedächtnisses einer Stadt, denn sie sind oftmals mit ihrer
Geschichte oder ihren geographischen Eigenheiten verknüpft. Um besondere historische
Frauen*persönlichkeiten aus dem kollektiven kulturellen Gedächtnis unserer Stadt sichtbar zu machen und
Frauen* heute ein positives Identifikationsangebot zu unterbreiten, stellt die Ausstellung des Frauenzen-
trums TOWANDA Jena e.V. dreizehn bedeutende Frauen*persönlichkeiten für Straßenneubenennungen
vor – Politiker*innen, Frauenrechtler*innen, Pazifist*innen und Widerstandskämpfer*innen, Künstler*innen,
Schriftsteller*innen, u. a. m. Wir wollen mit euch ins Gespräch und in Aktion kommen – rund um das Thema
“Female City-Mapping”.

http://www.frauenzentrum-jena.de/